Schneeschuhtour auf das Fellhorn 1765 m 2


Reit im Winkel 11.02.2017

 

Kapelle auf der Eggenalm, Hintergrund Straubinger Haus und Wilder Kaiser

Auf das Fellhorn, gemeint ist das in den Chiemgauer Alpen, kann man von vielen Seiten steigen. Auch im Winter ist das möglich. Mit Ski gibt das Gelände nicht ganz so viel her, aber mit Schneeschuhen ist es eine durchaus lohnende Tour.

Wir, sieben von der DAV-Sektion Straubing, gingen also von Seegatterl aus los. Wer das im Winter nachmachen möchte, darf sich nicht erschrecken. Das Seegatterl ist gleichzeitig der Großparkplatz für die Gondelbahn zur Winkelmoosalm. Da wimmelt es nur so von Skifahrern. Wenn man aber über das kleine Brücklein zum alten Holzlagerplatz geht und dort am hinteren Ende den Aufstieg zur Nattersbergalm wählt, dann wird es schlagartig einsamer.

Natürlich gehen auch hier Leute herauf, da die Alm geöffnet ist und man dort gut einkehren kann. Wer will kann von dort auch mit dem Schlitten wieder hinunter fahren. Das war aber nicht unser Ziel. Wir wollten ja viel höher hinaus. Bis zur Nattersbergalm war der Schnee so fest, dass wir noch ohne Schneeschuhe gehen konnten. Diese zogen wir aber dort an. Wenn die Lawinenwarnstufe auch auf 1 stand und das Gebiet um das Straubinger Haus kaum lawinengefährdet ist, hängten wir uns trotzdem die LVS-Geräte routinemäßig um.

Weiter ging unser Weg hinauf zur Hemmersuppenalm. Dort kamen wir aus dem Wald heraus und trafen auf lichtes Almgelände. Hierher führt auch eine schöne Langlaufloipe von der Hindenburghütte herüber. Die ist im Übrigen sehr gut ausgeschildert, so dass man aufpassen muss um nicht die falsche Richtung einzuschlagen.

Die Sonne schien gleißend auf den Schmelzharschdeckel herab. Einfach traumhaft. Wir hielten uns links am Almrand, dort wo auch der Sommerweg hinaufzieht. Plötzlich schleifte ich am rechten Fuß meinen Schneeschuh hinterher. Eine Niete war ausgebrochen und so hatte sich der Halteriemen gelöst. Aber Sepp und Sigi waren mit Kabelbinder, Zange, Rat und Tat sofort zur Stelle und das Malheur war schnell behoben. Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir den Eggenalmsattel und vor uns zeigte sich eine Bilderbuchlandschaft.

Die Kapelle der Eggenalmbauern, dahinter das Straubinger Haus und dahinter der Wilde Kaiser. Darüber spannte sich ein tiefblauer Himmel. Fast schon kitschig wie eine Teilnehmerin meinte. Wir machten nur eine kurze Trinkpause und gingen dann über den, am Anfang etwas steileren Rücken, dem Fellhorn zu. Das Panorama dort war nochmals steigerungsfähig. Links tauchten die Berchtesgadener Alpen auf und rechts vor uns das Kitzbüheler Horn. Dazwischen erhob sich das massige Massiv der Loferer und Leoganger Steinberge. In der Ferne dann noch die Zentralalpen. Das Fellhorn ist schon ein Chiemgauer Aussichtsberg par ex­cel­lence.

Das Wetter war mild und so machten wir Gipfelbrotzeit. Über den harschigen Altschnee stiegen wir danach wieder zum Straubinger Haus ab. Nachdem wir dieses einmal umrundeten und nach dem Rechten schauten, liesen wir uns bei der Kapelle nochmals zur Brotzeit nieder. Aber die Zeit drängte schon etwas, denn im Winter ist es halt nicht so lange Tag. Wir stiegen auf dem gleichen Weg wieder ab und erreichten den Parkplatz noch leicht bei Tageslicht. Wenn das Wetter passt, kann man auch mit Schneeschuhen traumhafte Touren machen. So wie diese.

 

 

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2 Gedanken zu “Schneeschuhtour auf das Fellhorn 1765 m

    • Alfred Blohberger

      Meine erste Schneeschuhtour in den Alpen, meine erste Wanderung auf die Eggenalm und das bei perfektem Bergwetter und perfekt organisierter Wanderführung. Bin gerne wieder dabei!

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