Durchquerung des Estergebirges


Kurzinfo:

Datum: 13. – 14.09.2019
Gebiet: Estergebirge
Ausgangspunkt: Garmisch Partenkirchen, Wankbahn
Zielpunkte:Hoher Fricken 1940 m., Bischof 2023 m., Weilheimer Hütte 1954 m., Hohe Kisten 1922 m., Simetsberg 1837 m., Einsiedl (Bus), Wankbahn
Unterkunft / Einkehr:Weilheimer Hütte 1954 m.
Tagestour:Nein
Streckenlänge:1. Tag 11 km; 2. Tag 16 km; Gesamt 27 km
Höhenmeter:1. Tag 1074 Auf- u. 915 Abstieg; 2. Tag 530 Auf- u. 1656 Abstieg;
Gesamt 1634 Auf- u. 2571 Abstieg
Zeit ohne Pausen:1. Tag 4:27 Std.; 2. Tag 5:37 Std.; Gesamt 10:04 Std.
Gesamtzeit:1. Tag 8:18 Std.; 2. Tag 8:30 Std.; Gesamt 16:48 Std.
SchwierigkeitT 2 nach SAC / rot nach DAV
  

Vom Wank zur Weilheimer Hütte

Maximale Höhe: 2026 m
Minimale Höhe: 1295 m
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Von der Weilheimer Hütte nach Einsiedl am Walchensee

Maximale Höhe: 1950 m
Minimale Höhe: 850 m
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Vom Rathaus GAP zur Wankbahn

Maximale Höhe: 728 m
Minimale Höhe: 701 m
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Die Tour:

Eigentlich wollten wir die Durchquerung in drei Tagen machen. Aber nachdem man auf der Wankhütte nach fünf Anrufen, an fünf verschiedenen Tagen, über mehrere Monate verteilt, keine zuständige Person erreichen konnte, kürzten wir die Tour um einen Tag ab. Wir nahmen die Wankbahn, sparten uns den Aufstieg und die Übernachtung auf der Hütte. Die Kosten für die Seilbahnfahrt konnten wir durch die Einsparung der Übernachtung auf jeden Fall wieder ausgleichen.

Wir starteten also gegen 10:00 Uhr an der Bergstation der Wankbahn mit unserer Tour. Zunächst stiegen wir auf den Wankgipfel hinauf um die herrliche Aussicht zu genießen. Besonders das Wettersteinmassiv mit der Zugspitze war zum Greifen nah. Von dort aus stiegen wir zunächst um die 500 Höhenmeter in Richtung Esterbergalm ab. Kurz vor der Alm drehten wir jedoch ab, um auf den hohen Fricken zu steigen. Hier war dem Bergwald der Schneebruch des vergangen Winters anzusehen. Durch das Durcheinander an gefallenen Bäumen hatten wir wohl eine Abzweigung übersehen, merkten es aber noch rechtzeitig, so dass wir nicht zu weit zurück gehen mussten.

Vom Fricken aus konnten wir schon unseren weiteren Weg zum Bischof sehen. Auch diesen wollten wir besteigen. Natürlich mussten wir erst wieder in einen Sattel absteigen. Dort hätten wir gleich hinüber zur Weilheimer Hütte queren können. Aber das Wetter war gut, die Aussicht Klasse und der Tag noch lang. Also ging es hinauf zum Bischof. Auf einer Wanderkarte wurde die Möglichkeit einer Überschreitung mit direktem Abstieg zur Hütte aufgezeigt. Von diesem Gipfel aus hatten wir ebenfalls eine tolle Aussicht. Gegenüber, etwas tiefer liegend, konnten wir die Hütte sehen. So wie wir das sahen, mussten wir doch weiter absteigen als die Hütte hoch lag. Wir machten uns daran, den unmarkierten Weg aus der Karte abzusteigen. Dieser erwies sich als ziemlicher Dschungelpfad. Wir stiegen zwischen dichte Latschen hindurch abwärts. Nasse Steine, die sich unter den Latschen versteckten, liesen uns zusätzlich sehr vorsichtig gehen. Deshalb brauchten wir etwas länger bis wir die Hütte erreichten und der Wirt meinte, dass wir schon etwas spät dran seien.

Die Hütte war etwas beengt, was ihr aber einen besonderen Charme verleihte. Der Wirt hatte alle Hände voll mit den Getränken zu tun und die Küchenmannschaft servierte das zuvor bestellte Essen. Das Rindergulasch schmeckte hervorragend. Nach einer ruhigen Nacht und einem reichlichen Frühstück starteten wir in Richtung Hohe Kisten.

Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter. Bei bester Sicht bestiegen wir den nächsten Gipfel, die Hohe Kisten. Von dort ging es hinaus ins Isartal, nach Einsiedel am Walchensee. Zuvor wurde aber noch der Simetsberg mitgenommen. Da es der letzte Berg war, genossen wir dort die herrliche Aussicht extra lang. Fast wäre uns die Zeit zum Schluss zu knapp geworden. Wir mussten nämlich um 16:37 an der Bushaltestelle sein, sonst wäre die nächste Fahrmöglichkeit erst wieder zwei Stunden später gewesen. Es hatte aber gut geklappt und so konnten wir die einstündige Busfahrt nach Garmisch genießen.

Wir stiegen im Ort beim Rathaus aus und gingen weiter zu Fuß. Über den Philosophenweg erreichten wir die Wankbahn Talstation wo unsere Autos standen. Das Estergebirge ist ein kleines, überschaubares Gebirge, in dem wir trotzdem 27 km von einem Ende zum Anderen zurück gelegt haben. Ein Besuch ist das Gebirge und die Weilheimer Hütte auf jeden Fall wert.

Wichtiger Hinweis:

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Angaben wurden sorgfältig recherchiert, jedoch kann für die Richtigkeit der Angaben keine Haftung übernommen werden. Dies gilt insbesondere für Beschreibung und GPS-Tracks. Das Nachfahren oder Nachwandern der Tour geschieht auf eigenes Risiko. Bitte beachten Sie das Datum des Beitrags. Seither können sich Verhältnisse und Routenführungen geändert haben. Für das Einholen von Informationen zur Durchführbarkeit der Tour und zur Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit hat der Benutzer die eigene Verantwortung zu tragen.